Ministerin Löhrmann: Kommunen nutzen die Chancen für ein zukunftsgerechtes Schulangebot vor Ort / 42 neue Sekundarschulen und 19 neue Gesamtschulen gehen an den Start

Mittwoch, 14. März 2012 6:48

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

42 neue Sekundarschulen können im Sommer in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit aufnehmen. Nachdem das Anmeldeverfahren für die Sekundarschulen in den meisten Kommunen abgeschlossen ist, zog Schulministerin Sylvia Löhrmann eine erste Bilanz. “Die erfreulich hohe Zahl der Sekundarschulen, die nun nach den Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen, zeigt, wie wichtig der Schulkonsens für Nordrhein-Westfalen war. Die Kommunen nutzen die Chancen für ein zukunftsgerechtes Schulangebot vor Ort offensiv.” Darüber hinaus gehen nach den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen auch 19 neue Gesamtschulen an den Start.

Die 42 neuen Sekundarschulen entstehen in folgenden Kommunen:

Regierungsbezirk Arnsberg (14): Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, Attendorn, Bochum (2), Breckerfeld, Dortmund, Erwitte/Anröchte, Hamm, Nethphen, Olsberg, Werl, Werne, Wetter, Wickede.

Regierungsbezirk Detmold (5): Vlotho, Extertal, Lübbecke, Borchen, Oerlinghausen.

Regierungsbezirk Düsseldorf (8): Monheim, Kleve, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Alpen, Jüchen, Straelen, Essen.

Regierungsbezirk Köln (8): Overath, Nümbrecht, Engelskirchen, Eitorf, Bornheim, Jülich, Nideggen/Kreuzau, Lohmar.

Regierungsbezirk Münster (7): Gelsenkirchen, Münster, Drensteinfurt, Ahlen, Sassenberg, Nottuln, Herten.

Bei drei dieser 42 Sekundarschulen handelt es sich um Ersatzschulen in kirchlicher Trägerschaft: Breckerfeld, Essen und Nottuln.

Im Februar hatten die Bezirksregierungen mit Zustimmung des Ministeriums 50 Anträge für Sekundarschulen genehmigt. Die aktuellen Anmeldeverfahren ergaben bisher insgesamt: 42 Sekundarschulen können starten, fünf beantragte Schulen kommen wegen zu geringer Anmeldezahlen nicht zustande (Issum-Kerken, Lichtenau, Preußisch-Oldendorf, Stolberg, Wilnsdorf). Die ursprünglich drei geplanten Sekundarschulen in Arnsberg sollen voraussichtlich erst ein Jahr später gegründet werden.

Pädagogisches Konzept: Von den neuen Sekundarschulen unterrichten 12 auch nach der Klasse sechs gemeinsam, 28 haben sich für ein teilintegriertes Konzept entschieden, zwei (Breckerfeld, Essen) unterrichten nach Klasse sechs in getrennten Bildungsgängen.

Beteiligte Schulformen: 34 der 41 neuen Sekundarschulen sind aus einer oder mehreren Haupt- und Realschulen hervorgegangen; sechs aus einer oder zwei Hauptschulen (Attendorn, Bornheim, Eitorf, Hamm, Straelen-Wachtendonk, Wickede); zwei (Borchen, Oerlinghausen) aus einer Verbundschule.

Teilstandorte: 33 der neuen Sekundarschulen haben einen Standort, neun haben zwei Teilstandorte (Erwitte/Anröchte, Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Jüchen, Kreuzau/Nideggen, Lohmar, Gelsenkirchen, Kleve).

In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen mindestens in den Klassen fünf und sechs gemeinsam. Ab dem siebten Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers weiterhin integriert, teilintegriert (mit Fachleistungsdifferenzierung in einzelnen Fächern) oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen.

Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule, eines Berufskollegs oder einer Gemeinschaftsschule mit eigener Oberstufe ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind – entsprechende Leistungen vorausgesetzt – den Bildungsweg zum Abitur fortsetzen kann.
Nach dem Schulkonsens im Juli hatte der Landtag im Oktober mit dem neuen Schulgesetz und der Verfassungsänderung die Grundlage für die Sekundarschule geschaffen. Sie ist seitdem als zusätzliche Regelschulform in NRW verankert. Mit dem Schulgesetz wurde auch die Errichtung von Gesamtschulen erleichtert: Die erforderliche Mindestschülerzahl liegt nun bei 100 Schülerinnen und Schülern statt bislang bei 112. Damit ist es für Kommunen leichter, bei entsprechendem Bedarf eine Gesamtschule zu gründen.

Die 19 neuen Gesamtschulen entstehen in folgenden Kommunen:

Regierungsbezirk Arnsberg (2): Finnentrop, Menden.

Regierungsbezirk Detmold (4): Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Paderborn, Salzkotten.

Regierungsbezirk Düsseldorf (2): Kleve, Willich.

Regierungsbezirk Köln (6): Gangelt, Herzogenrath, Much/Ruppichteroth, Stolberg, Troisdorf, Windeck.

Regierungsbezirk Münster (5): Ennigerloh-Neubeckum, Greven, Ibbenbüren, Münster, Warendorf.

Schulministerin Sylvia Löhrmann bewertet die Entwicklung positiv: “Insgesamt gehen also nach derzeitigem Stand 60 Schulen des längeren gemeinsamen Lernens an den Start. Das ist für die kurze Zeit der Vorbereitung eine beachtliche Zahl. Ich danke allen Beteiligten in den Kommunen und in der Schulaufsicht für die von ihnen dafür geleistete Arbeit.”

http://www.nrw.de/landesregierung/42-neue-sekundarschulen-und-19-neue-gesamtschulen-gehen-an-den-start-12654/

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Hauptschulen gewinnen Schüler dazu

Donnerstag, 8. März 2012 13:50

WZ-newsline vom 7.03.2012, von Joachim Dangelmeyer

Alle weiterführende Schulen können Eingangsklassen bilden.

Velbert. Die Sorgenfalten, die Reinhard Mickenheim vor zwei Wochen noch hatte, sind geglättet: Der Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt kann entspannt dem kommenden Schuljahr entgegen sehen. Die Verwerfungen, die bei den ersten Anmeldungen der Viertklässler für die weiterführenden Schulen entstanden sind, haben sich gelegt.

Die Gesamtschule konnte nicht alle Schüler aufnehmen

Die beiden Hauptschulen in Mitte und Neviges haben jetzt ausreichend Anmeldungen, um zwei- beziehungsweise einzügig ins neue Schuljahr zu starten. Auch die beiden Realschulen haben noch einmal bei den Schülerzahlen zum Teil deutlich zugelegt. Grund: Die Gesamtschule hatte mit 249 Anmeldungen 75 mehr als sie verkraften konnte. Die dort abgewiesenen Schüler haben sich danach vor allem an den Haupt- und Realschulen angemeldet. Die Hardenbergschule verzeichnete einen Zuwachs von zehn Schülern und kann jetzt mit 22 Anmeldungen eine solide Eingangsklasse bilden. Mickenheim geht davon aus, dass die Sondergenehmigung der Schulaufsicht, im dritten Jahr einzügig zu laufen, „stillschweigend“ verlängert wird. Bei der Martin-Luther-King-Schule schnellte die Anmeldezahl von zehn auf 33 hoch, was die Bildung von zwei Eingangsklassen erlaubt.

Auch bei den Realschulen gingen die Zahlen noch einmal deutlich nach oben: Die Schule Kastanienallee hat einen Zulauf von weiteren 23 Kindern und bildet mit 90 Fünftklässlern drei Eingangsklassen, die Heinrich-Kölver-Realschule in Neviges startet mit 72 Kindern, vier mehr als beim ersten Anmeldungstermin, ebenfalls dreizügig.

Reibungslos geregelt wurde die Verteilung der Schüler bei den Gymnasien. Das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium musste acht Schüler abweisen. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium nahm fünf zusätzliche Schüler auf und kommt jetzt auf 95 Anmeldungen. Zum Gymnasium Langenberg wollen nach den Ferien jetzt noch zwei weitere Schüler gehen. „Ein Schüler davon kommt sogar aus Langenberg“, sagte Mickenheim.

Dass alle Schüler nach den Ferien auch eine weiterführende Schule besuchen, dafür sorgen die Grundschulen. Jeder Viertklässler muss einen entsprechenden Anmeldezettel vorlegen. Fehlt, der, werde nachgehakt und zur Not auch „sanfter Druck“ ausgeübt.

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/velbert/hauptschulen-gewinnen-schueler-dazu-1.927408

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Eltern wollen Schulen, die zum Abitur führen

Mittwoch, 29. Februar 2012 18:57

WAZ vom 28.02.2012

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Befragung gefordert

Montag, 27. Februar 2012 5:10

WAZ, vom 25.02.2012

Stellungnahme der Gesamtschulinitiative

Wer angesichts der Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen keinen Handlungsbedarf sieht, wenn fast 90 Kindern das Recht auf freie Schulwahl verwehrt bleibt und gleichzeitig Hauptschulen leer bleiben, hat ein abenteuerliches Verhältnis zum Elternwillen. Auch in diesem Jahr kann der Wunsch vieler Eltern nach Gesamtschulplätzen nicht erfüllt werden. Wenn die Gesamtschule die Klassenrichtzahl von 28 Kindern einhält, hat das 89 Ablehnungen zur Folge. Hier besteht Handlungsbedarf, zumal trotz rückläufiger Gesamtanmeldezahlen die Gesamtschule-Mitte sogar noch Zuwachs verzeichnet.

Besonders schwierig ist die Situation für abgelehnte Kinder mit Gymnasialempfehlung – denn beide Gymnasien in Mitte liegen mit ihren Anmeldungen am Aufnahmelimit. Hier sehen wir eine dramatische Beeinträchtigung durch die Abschaffung des vorgezogenen Anmeldeverfahrens für Schulen, die erfahrungsgemäß ablehnen müssen. Deshalb ist es dringend notwendig im Interesse der Kinder und Eltern zum vorgezogenen Verfahren zurückzukehren, was auch gesetzlich so vorgesehen ist.

Die Gesamtschulinitiative fordert nun Verwaltung und Politik auf, dem Wunsch der Eltern nach einer Schulform, die längeres gemeinsames Lernen ermöglicht, gerecht zu werden. Nach wie vor ist die Gründung einer zweiten Gesamtschule möglich. Gleichzeitig zeigt sich die Initiative offen gegenüber dem Konzept der Sekundarschule. Wir sind eine Gesamtschulinitiative, aber am Ende geht es für uns nicht vorrangig um eine Schulform, sondern um die Kinder und die Erfüllung des Elternwillens in Velbert. Daher hält die Initiative eine Elternbefragung für dringend geboten.

WAZ vom 25.02.2012 Teil2

 

 

 

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Forderung nach Gesamtschule bekräftigt

Montag, 27. Februar 2012 5:06

WZ, vom 25.02.2012

Bildung: Initiative sieht weiter Bedarf an zweiter Schule.

Velbert. Die Velberter Gesamtschulinitiative sieht angesichts derr aktuellen Anmeldezahlen (WZ berichtete) weiterhin dringenden Handlungsbedarf. Die Initiative rechnet damit, dass die Gesamtschule zum neuen Schuljahr 89 Kindern eine Absage erteilen muss. “Wer da keinen Bedarf sieht, hat ein abenteuerliches Verhältnis zum Elternwillen”, sagte Sprecher Matthias Gohr.

Durch die Abschaffung des vorgezogenen Anmeldeverfahrens drohen gerade Kindern mit Gymnasialempfehlung eine doppelte Absage, da die Gymnasien in Velbert-Mitte ebenfalls am Aufnahmelimit lägen. Deshalb bekräftigte die Initiative ihre Forderung nach der Gründung einer zweiten Gesamtschule. Eine Befragung könne Aufschluss über den Elternwillen bringen.

WZ vom 25.02.2012

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Hauptschule: Zwei plus

Freitag, 24. Februar 2012 20:36

WAZ vom 25.02.12, Daniel Duhr

Hauptschule: Zwei plus

Von 667 Anmeldungen (Stand: 22. Februar) entfallen nur 22 auf die beiden Hauptschulen – zwölf auf die Hardenbergschule, zehn auf die Martin-Luther-King-Schule. Das sind zwei mehr als im Vorjahr, aber viel zu wenig

Überdurchschnittlich viele Schlägereien, überdurchschnittlich hoher Migrantenanteil, dafür nur unterdurchschnittliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Der Hauptschule haftet der mit Abstand schlechteste Ruf unter den weiterführenden Schulformen an. In vielen Städten ist sie bereits abgeschafft oder steht als Auslaufmodell auf dem Abstellgleis. Dieser bundesweite Eindruck wird lokal durch die vorläufigen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr bestätigt: Von 667 Anmeldungen (Stand: 22. Februar) entfallen nur 22 auf die beiden Hauptschulen – zwölf auf die Hardenbergschule, zehn auf die Martin-Luther-King-Schule. Das sind zwei mehr als im Vorjahr, aber viel zu wenig.

Sollten diese Zahlen nicht noch deutlich steigen, wäre keine der beiden Hauptschulen im Stande, auch nur eine fünfte Klasse zu stellen. Doch ganz so schlimm kommt es wohl nicht. „Ich mache mir noch keine Sorgen und rechne mit zwei Klassen zum Beginn des Schuljahres. Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir bis zum Beginn es Schuljahres noch Anmeldungen haben“, relativiert Renate Raab, Rektorin der Martin-Luther-King-Schule, die Zahlen. Zudem stünden noch die Rückläufer der Gesamtschule aus.

Der Ansturm auf die Gesamtschule Velbert-Mitte hält an. Nach 247 Anmeldungen in 2011 waren es jetzt 249; ein Zuwachs trotz sinkender Gesamtschülerzahl. Reinhard Mickenheim, Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt, spricht von circa 75 Schülern, die die Gesamtschule an der Poststraße ablehnen wird. Auch das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium (NEG/103) hat jetzt schon sieben Anmeldungen mehr als Plätze, das Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG/90) ist am Limit.

Dagegen ist die Nachfrage am Gymnasium Langenberg rückläufig. Die bislang im Jahresvergleich rund 20 Anmeldungen weniger führt Schulleiter Axel Plitsch auf den aktuell schwächeren Jahrgang der Viertklässler zurück. „Alle, die auf das Gymnasium gehören, sind da. Wir haben sogar erfreulich viele Schüler aus Neviges.“

Neben den Hauptschulen melden bislang auch die zwei Realschulen (Kastanienallee/67 statt 85, Heinrich-Kölver/68 statt 76) sinkende Nachfrage. Beide Schulformen „profitieren“ aber erfahrungsgemäß von den Rückläufern der Gesamtschule und der Gymnasien.

„Das ist die Frage: Wie verteilen sich die Kinder, die keinen Wunschplatz bekommen haben? Im vergangenen Jahr sind zwei Drittel auf die Haupt-, ein Drittel ist auf die Realschule gegangen“, erklärt Mickenheim. Dieses Jahr sei in den Realschulen noch Platz, weshalb der Schulexperte skeptisch ist, ob beispielsweise die Martin-Luther-King-Schule tatsächlich auf zwei Klassen kommen wird. „Wir haben im Grunde eine Hauptschule zu viel – zumindest in nächster Zeit. Beide sind so nicht überlebensfähig.“

Die Zeit wird es zeigen. Bis 1. März müssen sich die Rückläufer angemeldet haben.

http://www.derwesten.de/staedte/velbert/hauptschule-zwei-plus-id6397873.html

WAZ vom 25.02.2012

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Velberter Schullandschaft verfehlt Elternwillen

Freitag, 24. Februar 2012 5:10

PRESSEERKLÄRUNG der INITIATIVE vom 24.02.12

Die Velberter Gesamtschulinitiative sieht ihre Forderung nach Änderungen in der Schullandschaft durch das diesjährige Anmeldeverfahren zu den fünften Klassen bestätigt. „Wer keinen Handlungsbedarf sieht, wenn fast 90 Kindern und deren Eltern das Recht auf freie Schulwahl verwehrt bleibt und gleichzeitig Hauptschulen leer bleiben, hat ein abenteuerliches Verhältnis zum Elternwillen“, bringt es Matthias Gohr, Sprecher der Initiative und Vater einer Viertklässlerin auf den Punkt.

Auch in diesem Jahr kann der Wunsch vieler Eltern nach Gesamtschulplätzen nicht erfüllt werden. Wenn die Gesamtschule die Klassenrichtzahl von 28 Kindern einhält, muss Schulleiterin Antje Häussler in den nächsten Tagen 89 Ablehnungen verschicken. Hier sieht die Gesamtschulinitiative dringenden Handlungsbedarf. Besonders schwierig sei die Situation für abgelehnte Kinder mit Gymnasialempfehlung – denn beide Gymnasien in Mitte liegen mit ihren Anmeldungen am Aufnahmelimit. Hier sieht die Initiative eine dramatische Beeinträchtigung durch die Abschaffung des vorgezogenen Anmeldeverfahrens für Schulen, die erfahrungsgemäß ablehnen müssen. „Da werden Kinder zweimal gedemütigt. Erst kommt die Ablehnung der Gesamtschule. Dann müssen sie sich verspätet an die nächste Schule wenden, um im schlimmsten Fall zu erfahren, dass auch dort kein Platz mehr ist. Wir fordern die Verwaltung auf, zum vorgezogenen Verfahren zurückzukehren, was auch gesetzlich so vorgesehen ist“, so Gohr. Die Verwaltung selbst hatte die Abschaffung des vorgezogenen Anmeldeverfahrens zuletzt zur Grundsatzentscheidung erklärt.

Die Gesamtschulinitiative fordert nun Verwaltung und Politik auf, dem Wunsch der Eltern nach einer Schulform, die längeres gemeinsames Lernen ermöglicht, gerecht zu werden. Nach wie vor sei die Gründung einer zweiten Gesamtschule möglich. Gleichzeitig zeigt sich die Initiative offen gegenüber dem Konzept der Sekundarschule. Diese neue Schulform geht auf den landesweiten Schulkonsens zwischen CDU und SPD zurück und ermöglicht im Gegensatz zur Gesamtschule auch die Gründung als dreizügige Schule. „Wir sind eine Gesamtschulinitiative, aber am Ende geht es für uns nicht vorranging um eine Schulform, sondern um die Erfüllung des Elternwillens in Velbert“, so Gohr. Daher halte die Initiative eine Elternbefragung für dringend geboten und forderte Politik und Verwaltung auf, eine solche zügig in die Wege zu leiten.

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Schulanmeldungen: Gymnasien am stärksten gefragt

Donnerstag, 23. Februar 2012 19:03

WZ, vom 23.02.12 von Joachim Dangelmeyer

Die städtische Gesamtschule muss wieder 75 Kinder abweisen. Bei den beiden Hauptschulen sind zurzeit nur insgesamt 22 neue Fünftklässler angemeldet.

Neviges. Die Gesamtschule und die Gymnasien boomen, Real- und Hauptschule schwächeln – und zwar erheblich: Auf diesen vereinfachten Nenner lässt sich die Auswertung der Anmeldungen für die weiterführenden Schulen bringen.

Dass die Gesamtschule mit 249 Anmeldungen wie im Vorjahr in der Gunst unangefochten an der Spitze liegt, zwar zu erwarten, ebenso die Zahl der Schüler, die abgewiesen werden müssen: 75.

Rückgänge bei der Kölver-Realschule und dem Gymnasium Langenberg

Doch diese Zahl macht dem Schulverwaltungsamt Kopfzerbrechen. Denn noch steht nicht fest, wie viele Schüler mit welcher Schulformempfehlung anderweitig untergebracht werden müssen.

Für Kinder mit Gymnasiumsempfehlung sieht es nämlich zappenduster aus. Das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium hat jetzt schon sieben Anmeldungen mehr als Plätze – muss also ebenfalls abweisen. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium (Ganztagsform) ist mit 90 Anmeldungen hart am Maximum angelangt.

Einzig das Gymnasium Langenberg hat noch deutliche Kapazitäten frei: Hier haben sich für drei Klassen nur 68 Kinder angemeldet – im Vorjahr waren es noch 89. Aber ob in Velbert-Mitte abgewiesene Kinder den Weg nach Langenberg auf sich nehmen wollen, wird auch von Schulexperten bezweifelt.

  • Hauptschule Velbert-Mitte 10 (Vorjahr: 5), Hardenbergschule Neviges 12 (15).
  • Realschule Kastanienallee 67 (Vorjahr: 85), Heinrich-Kölver-Realschule Neviges 68 (76).
  • Nikolaus-Ehlen-Gymnasium 103 (Vorjahr: 96), Geschwister-Scholl-Gymnasium 90 (89), Gymnasium Langenberg 68 (89).
  • Gesamtschule Mitte 249 (Vorjahr: 247), Christliche Gesamtschule Bleibergquelle: Zahlen liegen noch nicht vor.
  • Überhänge: Die Gesamtschule darf nur maximal 174 Kinder aufnehmen, 75 müssen also abgewiesen werden. Auch am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium müssen sieben Schüler abgewiesen werden, weil nur 96 aufgenommen werden können.

Die Gesamtschule darf nur maximal 174 Kinder aufnehmen, 75 müssen also abgewiesen werden. Auch am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium müssen sieben Schüler abgewiesen werden, weil nur 96 aufgenommen werden können.

Rückgänge bei den Anmeldungen verzeichnen auch die Realschulen: Die Heinrich-Kölver-Realschule startet mit 68 Kindern in drei Klassen, die Realschule Kastanienallee mit 67 neuen Schülern – im Vorjahr hatten beide Schulen noch knapp an der 90er-Marke gekratzt. Reinhard Mickenheim, Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt, ist zuversichtlich, dass die aktuellen Zahlen noch steigen werden – allein durch die Abweisungen an der Gesamtschule.

Sorgenkinder bleiben die beiden Hauptschulen. Die Martin-Luther-King-Schule in Mitte kommt auf zehn Anmeldungen, die Hardenbergschule in Neviges auf ein Dutzend – zu wenig für einen sinnvollen und dauerhaften Betrieb.

Ob „Rückläufer“ die Hauptschulen stärken werden, ist noch ungewiss

Die Hardenbergschule läuft schon seit zwei Jahren nur mit einer Sondergenehmigung des Landes einzügig. Die Hauptschule in Mitte konnte im Vorjahr ihre Schülerzahlen nur durch sogenannte Rückläufer noch bis zur Zweizügigkeit steigern. Ob das jetzt wieder funktioniert, weiß Mickenheim aber nicht.

Bemerkenswert sei, dass trotz gesunkener Schülerzahlen die Zahl der Anmeldungen an den Gymnasien gleich geblieben sei, es also prozentual deutlich mehr Gymnasiasten gebe.

Dass die Gesamtschule mit ihren 74 Abweisungen jetzt die Lücken an Haupt- und Realschulen stopft, darauf kann sich Mickenheim keineswegs verlassen. Denn Gesamtschulleiterin Antje Häusler will nach vorgeschrieben Kriterien aus den Anmeldungen auswählen – sie benötige einen ausgewogenen Mix bei Jungen und Mädchen sowie im Leistungsbereich – und auch auslosen.

Mickenheim sieht die Velberter Schullandschaft im Umbruch: „Wir haben im Grunde eine Hauptschule zu viel – zumindest in nächster Zeit. Beide sind so nicht überlebensfähig.“

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/velbert/schulanmeldungen-gymnasien-am-staerksten-gefragt-1.915370

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Anmeldungen an der Gesamtschule Velbert zum Schuljahr 2012/13

Mittwoch, 11. Januar 2012 13:01

Anmeldetermine für die Jahrgangsstufen 5 und 11:

Montag,

Dienstag,

Mittwoch,

Donnerstag,

13.02.2012

14.02.2012

15.02.2012

16.02.2012

9.00 – 12.00

-

-

-

14.00 – 17.00 Uhr

14.00 – 17.00 Uhr

14.00 – 17.00 Uhr

14.00 – 17.00 Uhr

http://www.gesamtschulevelbert.de/

http://www.gesamtschulevelbert.de/informationen-und-service/fuer-grundschuleltern.html

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Ministerin Löhrmann: Wir passen die Erlass­lage den kommunalen Bedürfnissen an / Vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Sekundarstufe I

Sonntag, 8. Januar 2012 20:09

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Mehr Spielraum für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen: Für die Sekundarstufe I ist ab sofort wieder ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für einzelne Schulformen möglich. Wenn an Schulen mehr Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern zu erwarten sind, als Plätze zur Verfügung stehen, können die Anmeldeverfahren an diesen Schulen vorgezogen werden. Schulministerin Sylvia Löhrmann: “Bei Schulen, die besonders nachgefragt werden, gibt es häufig einen regelrechten Wettlauf um einen Platz. Schülerinnen und Schüler, die an diesen Schulen aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden, geraten bei der Suche nach einer anderen Schule unnötig in Zeitdruck. Durch die Änderung nehmen wir ihnen diesen Druck. Wir passen die Erlasslage den Bedürfnissen vor Ort an, indem wir das Anmeldeverfahren – wo gewünscht und erforderlich – entzerren.”

Flächendeckend haben sich in Nordrhein-Westfalen in der Vergangenheit immer wieder sehr viele Kommunen die Möglichkeit gewünscht, vorgezogene Anmeldeverfahren durchführen zu können. Vor allem an den Gesamtschulen gibt es häufig mehr Anmeldungen als Plätze. “Wenn ein Ansturm absehbar ist, wollen die Kommunen auch frühzeitig handlungsfähig sein. Dieser Wunsch nach mehr Handlungsspielraum für die Steuerung der Anmeldeverfahren ist nachvollziehbar. Mit der Neuregelung kommen wir diesem Bedürfnis der Kommunen entgegen”, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann heute in Düsseldorf.

Die Änderung wird in der Ausgabe November 2011 des Amtsblatts des Ministeriums für Schule und Weiterbildung “Schule NRW” veröffentlicht.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

http://www.nrw.de/landesregierung/vorgezogenes-anmeldeverfahren-fuer-die-sekundarstufe-i-11844/

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